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Markus Haase
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Jung, Boucke reicht Insolvenzplan ein

  • Neuausrichtung im Schmiedebereich vollzogen
  • Insolvenzplan soll Fortbestand des Automobilzulieferers und den Erhalt von 229 Arbeitsplätzen ermöglichen

Halver, 26. August 2011. Die Geschäftsführung der Jung, Boucke GmbH & Co hat den Insolvenzplan zur Sanierung und Entschuldung des Unternehmens beim Amtsgericht Hagen eingereicht. Damit ist ein weiterer Schritt für den Fortbestand des Automobilzulieferers getan. Sofern die Gläubiger dem Plan zustimmen, gilt das Unternehmen als saniert und in der Folge wird das Gericht das Insolvenzverfahren aufheben. Der Insolvenzplan wurde von der auf Insolvenz- und Sanierungsberatung spezialisierten Kanzlei bb [sozietät] Buchalik Brömmekamp aus Düsseldorf im Auftrag des Unternehmens erstellt und mit dem Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres aus der Kanzlei Andres & Schneider Rechtsanwälte & Insolvenzverwalter abgestimmt. Laut Plan sollen 229 Arbeitsplätze erhalten bleiben.

Jung, Boucke beliefert schwerpunktmäßig Kunden aus der Automobilindustrie und dem Anlagenbau. „Wir haben in den letzten Wochen eine strategische Neuausrichtung vollzogen und werden uns in Zukunft auf unsere Kompetenz im Schmiedebereich konzentrieren“, so Hans Ulrich Volz, geschäftsführender Gesellschafter der Jung, Boucke. Diese Entscheidung wurde von den wichtigsten Kunden sehr positiv aufgenommen.

„Nach der Antragstellung auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens am 28. März 2011“, so ergänzt Dr. Jochen Vogel, Geschäftsführer der Jung, Boucke und zuständig für die Sanierung, „haben wir intensiv an der Planerstellung sowie der Abstimmung mit allen Beteiligten gearbeitet und gleichzeitig die operative Restrukturierung ein gutes Stück voran gebracht“. Dr. Vogel kommt von der bb [sozietät] Buchalik Brömmekamp.

Auch der mit dem Verfahren betraute Insolvenzverwalter Dr. Dirk Andres von der Kanzlei Andres & Schneider Rechtsanwälte zeigt sich zuversichtlich: „Wir stehen im engen Kontakt zu den wesentlichen Beteiligten, die uns mehrfach signalisiert haben, das Unternehmen auf diesem Weg weiterhin zu unterstützen.“ Das sieht auch Hans Ulrich Volz, geschäftsführender Gesellschafter des Automobilzulieferers, so. „Die gemeinsam mit dem Insolvenzverwalter eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen greifen. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen“, sagt Volz. Zusammen mit dem Beratungsunternehmen mbb [consult] aus Düsseldorf habe man unter anderem das Produktionslayout und die auftragsbezogene Fertigungssteuerung stark optimiert. Letzeres sei auch in der Aufbauorganisation entsprechend verankert worden.

Nach einer ersten positiven Vorprüfung hat das Amtsgericht Hagen bereits die Zustellung des Plans an die Gläubiger veranlasst. Der Erörterungs- und Abstimmungstermin wurde vom Gericht auf den 12. September 2011 festgesetzt.

Die Geschäftsleitung von Jung, Boucke hatte Ende März 2011 beim Amtsgericht Hagen wegen drohender Zahlungsunfähigkeit einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Zum 1. Juni 2011 hatte das Gericht das Insolvenzverfahren eröffnet und den Rechtsanwalt und Sanierungsexperten Dr. Dirk Andres von der Kanzlei Andres & Schneider zum Insolvenzverwalter bestellt.

Über Jung, Boucke GmbH & Co.

Jung, Boucke beliefert direkt und über Systemlieferanten größtenteils namhafte Kunden der Automobilindustrie im PKW- und Nutzfahrzeugbereich, aber auch aus dem Anlagenbau, dem Maschinenbau, der Bauindustrie und anderen Branchen mit Schmiedeteilen. Der Fokus liegt dabei auf der Herstellung einbaufertiger Komponenten. Am Standort Halver erwirtschafteten 238 Mitarbeiter im Jahr 2010 einen Umsatz von 31 Millionen Euro.